Standort
 
Geschichte
 


Abendstimmung am Bodensee



Uferzone in Staad



Blick auf Buechberg/Thal



Uferzone in Altenrhein
 


Markthalle Hundertwasser - Staad SG
Einzigartig in der Schweiz
 

Staad

Staad, einst ein kleines Fischerdorf am See, war in guten alten Zeit ein beliebtes Ausflugsziel. Schon damals liessen es sich die begüterten St. Galler nicht nehmen, im Wonnemonat Mai eine Bluestfahrt in unsere Gegend zu machen. Sie fuhren jeweils mit der damals als vornehm geltenden „Viktoria"-Kutsche über Rorschach nach Staad, bewunderten dabei das herrliche weisse Blütenmeer an den Hängen über dem See, um schliesslich in einem der zahlreichen Gasthäuser einzukehren. Dabei machten sie jeweils einen vornehmen und eleganten Eindruck, trugen doch die Damen ihre schneeweissen Stickereiroben, die damals „Broderies" hiessen, und auch der passende Sonnenschirm durfte dabei nicht fehlen. Die Herren schritten dagegen mit Frack und Zylinder, mit hohen Stehkragen und auffälligen Manschetten einher.

Staad war aber auch Umschlag- und Verladeort für die weithin bekannten Sandsteinbrüche von Buechen, in denen zur Hautsache Platten zu Bauzwecken und zu Mühlsteinen gebrochen wurden. Hier wurden die Platten und Bruchsteinblöcke auf Bahn oder Schiff verladen oder aber von den verschiedenen Steinhauerfirmen behauen. Dabei waren vor allem die grossen und kleinen Mühlsteine sehr gefragt. Dieser grosse Verkehr mit Sandstein formte fast das ganze Dorf, und das Strassenbild wurde von den vielen Steinfuhrwerken belebt, die zwei- oder dreispännig die Steine an die Verladerampe am Bahnhof und an die Schifflände brachten.

Einen Hafen hatte Staad damals noch nicht, die Lastschiffe legten direkt am Ufer an und wurden mit Schubkarren beladen. Bis gegen 1895 sah man auf dem See sogar noch Lastschiffe mit Segeln. Ein riesiges, graues Segel wurde am Mast gehisst. Auffällig an diesen Kähnen war das grosse Steuerruder, das seitwärts hinten am Rumpf angeschlagen war und nicht wie üblich in der Schiffsmitte. Schon um 1900 verschwanden die Segel und wurden durch Petrol- und Benzinmotoren abgelöst.

Auch die Glockengiesserei von Jakob Egger machte Staad damals weitherum bekannt, denn viele Geläute in der Schweiz wurden hier gegossen. Wenn ein Geläute zum Guss fertig gemacht wurde und die „Glockenspeise" im Ofen schmolz, was über die Nacht dauerte, kamen die Gesellen gerne ins Dorf zu einem Trink, und dann ging’s lebhaft zu und her. Die fertigen Glocken wurden im zugehörigen eisernen Glockenstuhl montiert, worauf ein Probeläuten folgte. Die also fertiggestellten und geprüften Geläute wurden auf geschmückten Fuhrwerken an ihren Bestimmungsort überführt, was oft und gerne Anlass zu einem kleinen Dorffest war.

Doch dann, kurz nach 1900 wurde der Kunststein erfunden, was für das betriebsame Staad eine schwere Krise auslöste. Der Kunststein kam immer mehr auf, und die Nachfrage nach dem schönen blauen Sandstein ging zurück und ruinierte die Sandstein-Industrie.

Der neue Staader Hafen, der inzwischen gebaut worden war, schien schon überflüssig. Aber die Staader liessen sich nicht unterkriegen. Einer der Steinhauermeister stellte sich sofort auf den Kunststein ein und gründete die Firma Kunststein AG Staad. Später wurde die Mosterei Staad gebaut, und immer mehr Industrieunternehmen nutzten die günstige Verkehrslage und siedelten sich hier an. Staad erlebte in jüngster Zeit eine stürmische Entwicklung und ist zu einem gewichtigen Gemeindeteil herangewachsen. Der Staader Hafen wurde zum Umschlagplatz für Kies und Sand, das von Deutschland per Schiff eingeführt wird.

In den letzten Jahren wurde der Hafen zu einem kleinen Seepark ausgebaut und lädt zur Ruhe und Erholung ein. Den Einwohnern stehen im Ortsteil „Speck" einladende, öffentliche Badeanlagen am See zur Verfügung. Die Staader-Bucht ist zudem ein Dorado für Wassersportfreunde geworden.


Buchen

Das Dorf ist eingebettet in einer lieblichen Talsohle am Ende eines sich weit gegen Westen vorschiebenden Ausläufers der Rheinebene undwird umrahmt von den Anhöhen Kreienwald, Wartbüchel und Seelaffen. Infolge starker Wohnbautätigkeit wächst Buechen über den Wartbüchel immer mehr mit Staad zusammen, dessen Postamt auch für Buechen zuständig ist, während Buechen seine beiden Kirchen und Schulen mit den Staadern teilt.

Mitten im Dorf befindet sich das eigentliche Sportzentrum unserer Gemeinde. Im Jahre 1967 wurde mit einer Volksabstimmung grünes Licht zu Ausbau des früheren Turnplatzes gegeben. Eine Sporthalle mit Spiel und Trainingsplätzen, Laufbahnen, Fussballplatz sowie Tennisplätze mit Tennishalle wurden gebaut und motivieren für Fitness und Freizeitvergnügen.